Samstag, 21. November 2015

Radio-Geschichte. 21. November

Der 21. November in der Geschichte des Radios:

Januar 1946:
Werbeblatt für den
 Drahtfunk „DIAS“
Am 21. November 1945 ordnete das US-Headquarter Berlin die Errichtung eines Drahtfunksystems im amerikanischen Sektor (DIAS) an. Am 7. Februar 1946
begann der spätere RIAS unter dem Namen DIAS in Berlin seine Tätigkeit.
Anlass war die Weigerung der Sowjetischen Militäradministration SMAD, den westlichen Siegermächten Sendezeit im Berliner Rundfunk einzuräumen.
Drahtfunk war damals eine Option, weil die US-Streitkräfte in ihrem Sektor nicht über  
eigene Mittel- und Langwellensender verfügten.  So sollten die weitgehend unterirdisch verlegten und intakten Telefonleitungen zur Ausstrahlung  verwendet werden.

Der Drahtfunk war in Norddeutschland in den Städten Hamburg, Kiel und Lübeck verfügbar. Das Programm des Nordwestdeutschen Rundfunks lief auf 250 kHz, während das BFN-Programm auf 160 kHz verbreitet wurde.
Der Drahtfunk wurde in Westdeutschland am 30. Juni 1963 und in West-Berlin 1966 eingestellt.

Foto: Anagoria (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Weitere Ereignisse aus der Radiogeschichte:

Am 21. November 1877 kündigte Thomas Alva Edison die Erfindung einer "Sprechmaschine" an. Eine Woche später führte er seinen "Phonographen" vor und reichte dafür am 24. Dezember 1877 ein Patent ein. Es wurde ihm am 19. Februar 1878 erteilt.


Am 21. November 1930 um 19.45 Uhr nahm die Rundfunkgesellschaft "SÜRAG" in Stuttgart den von "Telefunken" gebaute Gross-Sender Mühlacker (60 kW) in Betrieb. Der Schauspieler Ludwig Wüllner sprach die ersten Worte.

Am 21. November 1959 feuerte die Geschäftsführung von WABC-AM New York den Discjockey Alan Freed weil dieser sich geweigert hatte, eine vorgefertigte Erklärung zu unterschreiben, die besagte, dass er keine Bestechungsgelder von Plattenfirmen angenommen hatte, um bestimmte Songs zu spielen. Als Konsequenz wurde er komplett entlassen, obwohl Payola erst 1960 vom Gesetzgeber für illegal erklärt wurde. 1962 wurde Freed zu einer Geldstrafe verurteilt.

Freed prägte den Begriff "Rock and Roll". Seine Hörer kannten ihn auch unter dem Namen Moondog. Ab 1956 produzierte er Sendungen für Radio Luxemburg und wurde so auch einem breiten Publikum in Europa bekannt. Ende der fünfziger Jahre nahm seine Karriere durch den so genannten Payola-Skandal ein jähes Ende. Ihm und vielen anderen DJs dieser Zeit wurde vorgeworfen, von Schallplattenfirmen Geld angenommen zu haben, um bestimmte Musiktitel so häufig im Radio zu spielen, das sie in den Charts hohe Platzierungen erreichten. Freed stand hier ohnehin in einem starken Interessenkonflikt, weil er auch Texte für Rock'n Roll-Stars schrieb, so agierte er zum Beispiel als Co-Writer bei Chuck Berrys Hit "Maybelline".

Am 21. November 1979 moderierte der Morgenmoderator Harry Harrison seine letzte Sendung bei WABC-AM New York.






Am 21. November 2003 wurde der bekannte Radiomoderator aus Cleveland, Ohio John Lanigan inhaftiert, weil er betrunken am Steuer eines Autos erwischt worden war. Lanigan ist als langjähriger Morgenmoderator bei dem Sender WMJI/Cleveland bekannt. Er moderierte die Morning-Primetime von 1985 bis 2014.


Geburtstag:

Björk 2013


Am 21. November 1965 wurde die isländische Sängerin, Musikproduzentin, 
Komponistin, Songwriterin und Schauspielerin Björk als Björk Guðmundsdóttir geboren.  Als sie elf Jahre alt war, sante einer ihrer Lehrer  eine Aufnahme, auf der Björk das Lied „I Love To Love“ von Tina Charles singt, an den isländischen Radiosender „Radio One“. Während der Ausstrahlung der Aufnahme in ganz Island wurde ein Mitarbeiter des isländischen Plattenverlegers Fálkinn auf Björk aufmerksam und bot ihr daraufhin einen Vertrag an. Es war der Beginn einer Weltkarriere. Bis 2015 verkaufte sie weltweit über 20 Millionen Alben.

Foto: Rlef89 [CC BY-SA 2.0 ], via Wikimedia Commons



Nekrolog:

Am 21. November 1993 starb der Nachrichtensprecher Jim McLaughlin, im Alter von 59 Jahren. Er arbeitete für den Sender WKBW-AM, Buffalo.


Quellen:

Freitag, 20. November 2015

Staatsakt zu Ehren von Helmut Schmidt: Fernsehen und Radio übertragen live

Der NDR überträgt die Trauerfeierlichkeiten für Helmut Schmidt live aus Hamburg im Fernsehen und Radio. Das Erste zeigt den Staatsakt für den am 10. November verstorbenen Altbundeskanzler am Montag, 23. November, in der Zeit von 10.00 Uhr bis 12.45 Uhr. Susanne Stichler moderiert, Rolf Seelmann-Eggebert kommentiert. Auch das NDR Fernsehen (bis 13.00 Uhr) sowie die Radioprogramme NDR Info Spezial und NDR 90,3 senden live. NDR Info wird ausführlich berichten und Teile des Staatsaktes live übertragen. NDR Kultur bringt eine Zusammenfassung im "Journal plus" ab 19.30 Uhr.

Ergänzend sind im Ersten ab 9.15 Uhr die NDR Produktion "Helmut Schmidt - Hanseat und Staatsmann" von Christine Adelhardt und Martin Munz zu sehen sowie um 22.45 Uhr die Zusammenfassung "Abschied von Helmut Schmidt". Im NDR Fernsehen wird es um 20.15 Uhr außerdem eine längere Zusammenfassung der Trauerfeierlichkeiten geben. Das "Hamburg Journal" berichtet im NDR Fernsehen um 18.00 Uhr und um 19.30 Uhr jeweils monothematisch und auf NDR.de/hamburg finden sich Videos, Audios und Hintergründe.

Zum Staatsakt in der Hauptkirche St. Michaelis werden bis zu 1800 hochrangige Gäste und Repräsentanten aus dem In- und Ausland erwartet. Bundeskanzlerin Angela Merkel, der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger und Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz halten die Trauerreden. Außerdem spricht Michel-Hauptpastor Alexander Röder. Auf den Staatsakt folgen um 12.00 Uhr ein großes militärisches Ehrengeleit vor dem Michel und um 13.00 Uhr ein Trauerempfang von Bürgerschaft und Senat im Rathaus der Hansestadt.

20. November 2015 / RC
Pressemitteilung des NDR

Radio-Geschichte. 20. November

Der 20. November in der Geschichte des Radios:

Auf der Anklagebank: Göring, Heß,
von Ribbentrop, Keitel (vorne), Dönitz,
Raeder,von Schirach und Sauckel (dahinter)
Am 20. November 1945 begann der AFN mit der Übertragung der Nürnberger Prozesse. Die Streitkräfte hatten AFN München damit beauftragt (AFN Nürnberg gab es damals noch nicht).  Fast ein Jahr lang, bis zum 1. Oktober 1946 dokumentierten Harold Burson, Saul Green, Grady Edney und Walter Cleary den gesamten Verlauf der Prozesse im Originalton. Als Trägermedium nutzten sie 1.970 spezielle Aufnahme-Schallplatten mit 40 Zentimeter Durchmesser.
Mit dieser Aufgabe wagte sich der Soldatensender, der normalerweise aus kleinen Radiostudios die Angehörigen der Truppen unterhielt, auf neues Terrain, denn es waren die ersten Außenaufnahmen, die für den Militärsender produziert wurden. Mittlerweile werden diese Aufnahmen wegen ihrer großen historischen Bedeutung im Nationalarchiv in Washington D.C. aufbewahrt.

Mit der Berichterstattung über die Berliner Luftbrücke wurden wenige Jahre später weitere Live-Berichte von Mitarbeitern des AFN produziert.


Der Prozess gegen die Nazi-Größen war ein Medienereignis erster Ordnung. Scharen von Reportern brachen 1945/46 in die zertrümmerte Stadt ein, unter ihnen Willy Brandt, der für die skandinavische Presse schrieb, und der Amerikaner William Shirer. Selbst China hatte einen Berichterstatter entsandt. Aber vor allem waren Schriftsteller aus der ganzen Welt angereist: Ernest Hemingway und Erika Mann, Ilja Ehrenburg und Louis Aragon, John Steinbeck, Erich Kästner, Konstantin Fedin, Robert Jungk, Martha Gellhorn, Victoria Ocampo, Peter de Mendelssohn, Rebecca West, John dos Passos und viele weitere.
Foto: Work of the United States Government [Public domain], via Wikimedia Commons

Weitere Ereignisse aus der Radiogeschichte:

Am 20. November 1924 nahm die "Central Broadcasters Ltd" in Adelaide in Australien die Station "5CL" in Betrieb. Der Sender wurde im Januar 1930 vom National Broadcasting Service übernommen.

Am 20. November 1928 startete WGH-AM in Newport News, Virginia den Sendebetrieb. Er strahlte Black Gospel Musik aus.  Heute nennt sich der Sender Star1310-WGH-AM.



Am 20. November 1929 wurden die "Goldbergs" erstmals im US-amerikanischen Radio ausgestrahlt (auf dem NBC Radio Netzwerk). Die Comedyserie lief bis 1946 im Radio und später von 1949 bis 1956 im US-amerikanischen Fernsehen. Die Geschichte gab es auch als Theaterstück, Kinofilm und Musical.

Foto: CBS Television Uploaded by We hope at en.wikipedia [Public domain], via Wikimedia Commons




Am 20. November 1938 verbreitete Father Couglin die ersten dokumentierten antisemitischen Bemerkungen über die US-amerikanischen Radios.

Nekrolog:

Am 15. November 1994 starb der US-amerikanische Radiomoderator Bruce Hayes. Er war der beliebteste Morgenmoderator beim Sender KFWB-AM, Los Angeles.

Quellen:

Radiojournal

Steffen Radlmaier (Hrsg.): Der Nürnberger Lernprozess – Von Kriegsverbrechern und Starreportern. Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-8218-4503-1.

Donnerstag, 19. November 2015

Radio-Geschichte. 19. November

Der 19. November in der Geschichte des Radios:




Am 19. November 1918 besetzen revolutionäre Arbeiter und Soldaten den zentralen Nachrichtenknotenpunkt des Deutschen Reichs, die Nachrichtenagentur "Wolffsches Telegraphen-Bureau" (WTB) in Berlin. Im Rahmen des Generalstreiks werden vier Wochen lang Proklamationen, Aufrufe und amtliche Bekanntmachungen des Vollzugsrates an die lokalen Räte und Amtsstellen im Reich verbreitet.



Weitere Ereignisse aus der Radiogeschichte:

Ab dem 19. November 1965 sendete ABC Radio einen wöchentlichen "Vietnam Update" Report.

Am 19. November 1980 sendete CHUM-AM die erste "Sunday Morning Oldies Show" mit Roger Ashby.


Geburtstag:

Am 19. November 1933 wurde der berühmte Talkmaster Larry King geboren. Er brachte seine erfolgreiche Radiosendung ins Fernsehen und ging auf dem US-amerikanischen Nachrichtensender Cable News Network (CNN) von 1985 bis 2010  mit seiner Talkshow Larry King Live beim beinahe täglich auf Sendung. Seine letzte Sendung wurde am 16. Dezember 2010 ausgestrahlt, Gäste darin waren – in Live-Schaltung – mehrere ehemalige US-Präsidenten.

Foto: Angela George [CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons.



Am 19. November 1936 wurde der US-amerikanische Talkshow-Moderator und Schauspieler Dick Cavett geboren. Er wurde in den 1960er und 70er Jahren mit der von ihm moderierten The Dick Cavett Show bekannt. Bereits während der Schulzeit moderierte Cavett eine Radioshow, die jeden Samstag live gesendet wurde.
Ab 1968 trat Cavett mit der The Dick Cavett Show erstmals in einem eigenen, auf sich zugeschnittenen Talkshow-Format auf, das in den folgenden 30 Jahren von zahlreichen Radio- und Fernsehsendern wie ABC, CBS oder PBS in der Prime Time ausgestrahlt wurde.


Am 19. November 1936 wurde der deutsche Schriftsteller, Hörspielautor und Science-Fiction-Herausgeber Wolfgang Jeschke geboren. Sein erstes Hörspiel,  Der König und der Puppenmacher wurde im Jahr 1975 ausgestrahlt.

Quellen:

Mittwoch, 18. November 2015

Radio-Geschichte. 18. November

Der 18. November in der Geschichte des Radios:

Am 18. November 1985 moderierte Howard Stern seine erste Sendung bei WXRK, New York, nachdem er im Oktober von WNBC gefeuert worden war. Zunächst übernahm er den Nachmittag und beschloss, seine Musiksendungen mit Interviews und lockeren Gesprächen aufzupeppen. Doch schon im Februar 1986 bekam er die Morningshow angeboten. Seine Frühsendung wurde die meistgehörte im Radiomarkt. Damit stieß Stern die Radio-Ikone Don Imus vom Sockel, der die höchsten Einschaltquoten am Morgen bisher bei WNBC erzielt hatte. Gegen Ende des Jahres wurde Sterns Morningshow in den USA syndiziert und bald von mehr als 50 Radiostationen ausgestrahlt. WXRK blieb Sterns Heimatsender, die in den USA so genannte "Flagship Station".
Bis zu seinem Wechsel zu SIRIUS Satellite Radio am 9. Januar 2006 war Howard Stern der erfolgreichste Radio-DJ in New York.


Auch der 18. November 2004 war für Howard Stern ein spannender Tag. Damals veranstaltete er eine Rally in Downtown Manhattan und verschenkte fünfhundert SIRIUS-Satellitenempfänger und 20.000 Gutscheine für solche kostenlosen Radios. Wer das SIRIUS-Satellitenradio abonnierte, konnte diesen Gutschein gegen ein kostenloses SIRIUS-Radio eintauschen.

Nachdem die FCC (Federal Communications Commission, Bundesaufsichtsbehörde über das Fernmeldewesen), Stern immer wieder verklagte und mehrere Stationen abgeschaltet wurden, nutzte er die Chance, zum Abo-Satellitensender zu wechseln, für den die FCC keine Aufsichtsbefugnis hat. Im Januar 2006 wechselte Howard Stern schließlich zum digitalen Satelliten-Radio Sirius, dessen zahlende Hörerschaft sich daraufhin verdreifachte. Er bekam dort einen Fünf-Jahres-Vertrag, der mit 500 Millionen Dollar dotiert ist. Damit konnte Stern „die freizügigste Radio-Sendung aller Zeiten“ machen, die ihn und seine Crew bekannt gemacht hat.
Foto: Bill Norton (Howard Stern) [CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons


Weitere Ereignisse aus der Radiogeschichte:

Am 18. November 1949 wurde in der Schweiz der millionste Radiokonzessionär registriert.

Am 18. November 2000 hielt US-Präsident Bill Clinton seine wöchentliche Samstagmorgen-Ansprache aus der Stadt Hanoi in Vietnam.


Quellen:

Dienstag, 17. November 2015

Radio-Geschichte. 17. November

Der 17. November in der Geschichte des Radios:

Am 17. November 1919 hielt Hans Bredow in Berlin vor Journalisten einen Vortrag über die Möglichkeit des öffentlichen Rundfunks. Anschließend führte er die Übertragung von Musik und Sprache über einen Röhrensender vor.

Bredow gilt als einer der Begründer des deutschen Schiffs- und Auslandsfunkverkehrs und des deutschen Rundfunks. Der Versuch, Geschichten über das Medium Radio zu übermitteln ist so alt wie der Rundfunk selbst. In Deutschland ist die erste „Sendung“ aus dem Jahr 1917 dokumentiert. Hans Bredow und Alexander Meissner übertrugen mit einem Röhrensender nicht nur Musik, sondern auch Vorlesungen aus Zeitungen und Büchern.

Bredow wurde 1918 zum Vorsitzenden des Direktoriums der Telefunken-Gesellschaft ernannt. Im März 1919 wechselte Bredow als Ministerialdirektor zum Reichspostministerium und begann mit der Einrichtung eines „Reichsfunknetzes“. Mitte 1919 konnte der Funkverkehr mit dem Ausland über zahlreiche Stationen aufgenommen werden, insbesondere mit der Station in den USA.

Am 1. April 1921 wurde er zum Staatssekretär für das Telegrafen-, Fernsprech- und Funkwesen ernannt und begann den öffentlichen Rundfunk aufzubauen. 1922 erfolgte die erste Aufnahme eines öffentlichen funktelephonischen Dienstes, der der Übermittlung von Wirtschaftsnachrichten diente.
1923 wurde der Blitzfunkverkehr für Eilmeldungen mit besonders wichtigen Informationen aufgenommen und die ersten Sendungen zur Unterhaltung im Rundfunk aufgenommen. Nach Gründung der Reichs-Rundfunk-Gesellschaft (RRG) 1925, ernannte man Bredow 1926 zum „Reichs-Rundfunk-Kommissar“ und zum Vorsitzenden der RRG. Als Staatssekretär im Reichspostministerium war er nun der erste Mann für den Rundfunk in Deutschland und trieb den Ausbau der Senderinfrastruktur massiv voran.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 reichte Bredow noch am Tag der Ernennung Adolf Hitlers seinen Rücktritt ein.

Foto: Bundesarchiv, Bild 102-07834 / CC-BY-SA [CC-BY-SA-3.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons.


Weitere Ereignisse aus der Radiogeschichte:

Am 17. November 1921 eröffnete der Physikprofessor Dr. R. Jack in Dunedin, Neuseeland, die experimentelle Radiostation "4XO" auf 2140 kHz. Der Sender von damals steht in keiner Beziehung zum heutigen Privatradio "4XO".

Am 17. November 1970 trat Elton John live im Radiostudio des Senders WABC-FM, New York auf.

Am 17. November 1979 moderierte der Sportreporter und DJ George Michael seine letzte Sendung bei  WABC, New York.


Am 17. November 2003 kehrte der konservative US-Radiomoderator Rush Limbaugh von einer 30tägigen Entziehungskur zurück ans Mikrophon.  Am 10. Oktober 2003 hatte er sich gegenüber seinem Publikum aus 20 Millionen Radiohörern zu seiner Schmerzmittelsucht bekannt und angekündigt, dass er sich nun einer Entziehungskur  unterziehen werde.


Foto:  Nicolas Shayko derivative work: Connormah (This file was derived from:  Limbaugh_Award.jpg) [CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons


Geburtstag:


Am 17. November 1920 wurde die deutsche Kinderbuch- und Hörspielautorin Ellis Kaut geboren. 1962 erfand sie die Figur Pumuckl – als Hörspiel im Bayerischen Rundfunk gesendet –, für die sie hauptsächlich bekannt wurde. Insgesamt entstanden rund 100 Geschichten, in denen Pumuckl für Aufregung und Verwicklungen zuständig ist.

Quellen:


Montag, 16. November 2015

Radio-Geschichte. 16. November

Der 16. November in der Geschichte des Radios:

Garland mit Mickey Rooney 1938  
Foto: PD
Am 16. November 1935 trat die damals 13 Jahre alte Judy Garland zum zweiten Mal innerhalb von drei Wochen in Wallace Beerys Radioshow Shell Chateau Hour auf dem NBC Radio Netzwerk auf. Die einstündige Varietee-Show wurde vom Mineralölkonzern Shell finanziert und wurde am Samstagabend um 21 Uhr 30 ausgestrahlt.
Als sie sich auf ihren Live-Gesangsauftritt im Radio vorbereitete erfuhr sie, dass es ihrem Vater, der an einer schweren Meningitis erkrankt war, sehr schlecht ging. Er starb in der Nacht auf den 17. November.
 An diesem Abend sag sie zum ersten Mal das Lied "Zing! Went the Strings of My Heart," ein Song, der zum festen Repertoire ihrer späteren Konzerte gehörte.

Hier der Song auf YouTube:



Judy Garlands Berufsweg befand sich damals in einer entscheidenden Phase: Als Kinderstar hatte sie bereits in mehreren Hollywood-Produktionen mitgewirkt, doch nun war sie für solche Rollen zu alt und für Frauenrollen zu jung.
Sie war dabei, einen Vertrag mit Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) abzuschließen, doch dort wusste noch keiner, welche Rollen sie spielen sollte. Im Vergleich zu den weiblichen Hollywood-Stars dieser Zeit war Judy Garland mit einer Körpergröße von gerade einem Meter 51 zu klein. Regisseur Charles Walters sagte einmal in einem Interview, dass Judy sich im Vergleich mit anderen Schauspielerinnen ihrer Generation wie Ava Gardner, Lana Turner oder Elizabeth Taylor minderwertig und zurückgeblieben gefühlt hatte. Das Studio gab ihr schließlich das Image des netten Mädchens von Nebenan. Außerdem sollte ihr Gesangstalent durch Auftritte im Radio einem breiten Publikum bekannt gemacht werden.



Weitere Ereignisse aus der Radiogeschichte:

Am 16. November 1923 eröffnete die "British Broadcasting Company" (BBC) mit Sheffield, 6FL, ihren ersten Füllsender.

Am 16. November 1959 begann Harry Harrison für den Sender WMCA, New York zu arbeiten.

Am 16. November 1964 begann Radio CJCX, Sydney, Nova Scotia, Canada, auf Kurzwelle zu senden.

Geburtstag:

Am 16. November 1875 wurde der US-amerikanische Rundfunkpionier Charles Herrold geboren.
Er errichtete 1909 die die weltweit erste Radiostation mit regelmäßigen Nachrichtensendungen.

Mary Margaret McBride mit Eleanor Roosevelt


Am 16. November 1899 wurde die Radioautorin und Moderatorin Mary Margaret McBride in Paris Missouri geboren.  Ihre beliebten Radiosendungen wurden über 40 Jahre lang ausgestrahlt. Sie wurde oft auch als "The First Lady of Radio" bezeichnet.





Quellen: