Montag, 7. Dezember 2015

Radio-Geschichte. 7. Dezember

Der 7. Dezember in der Geschichte des Radios:

Am 7. Dezember 1921 erhielt die Radiostation KWG-AM, in Stockton Kalifornien die Sendelizenz.

Am 7. Dezember 1923 wurde in Frankfurt die Südwestdeutsche Rundfunk AG gegründet. Jeden Tag ab 19.30 Uhr übertrug ein 1,5-kW-Sender ein Konzertprogramm. Der Sonntag war für religiöse Darbietungen reserviert. Insgesamt entstanden in den Jahren 1923/24 neun regionale Rundfunkgesellschaften.

Am 7. Dezember 1960 startete  WABC-AM sein "Top 40" Format.

Am 7. Dezember 1987 moderierte der kanadische Radiostar Don Daynard seine erste Sendung bei CHFI-FM. Er moderierte die Morgensendung bis 1999. Die letzten vier Jahre bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2003 legte er die "Saturday Night Oldies" auf.

Geburtstage:

Am 7. Dezember 1909 wurde Virginia Payne geboren. Sie spielte die "Ma Perkins" in der gleichnamigen Radio-Soap 37 Jahre lang, vom Anfang bis zum Ende der Serie. Sie war die erste "Radio Actress", eine "Radioschauspielerin", wie es sie in Deutschland nie gab. Zusätzlich zur Serie "Ma Perkins" übernahm Payne im Jahr 1939 die Rolle der Mrs. Carter in der Radio-Seifenoper "The Carters of Elm Street".

Quellen:

Sonntag, 6. Dezember 2015

Radio-Geschichte. 6. Dezember

Der 6. Dezember in der Geschichte des Radios:

Ab dem 6. Dezember 1944 ging der Sender 1212 auf Sendung. Die US-amerikanische Armee hatte den  Propagandasender, der zur Operation Annie gehörte, in Luxemburg stationiert, um die Zivilbevölkerung, aber auch die deutschen Soldaten zur Aufgabe oder zum Überlaufen zu veranlassen.
Es handelte sich bei dem Sender um einen US-amerikanischen Tarnsender, der seine Identität verschleierte und sich als deutscher Sender ausgab. Zwischen zwei und sechs Uhr wurde deshalb auf den Langwellenfrequenzen von Radio Luxemburg ein deutsches Programm ausgestrahlt. Der Sender erreichte die Bevölkerung des Rheinlandes. Gesendet wurden bewusste Desinformationen, aber auch eine Mischung aus Fakten und Gerüchten. Als Regisseur und Redakteur war der Autor  Hanuš Burger  gesamtverantwortlich für den Sender. Burger war ein Theater-, Film- und Fernseh-Regisseur, Dramaturg und Autor von Theaterstücken, Büchern und Drehbüchern.

Weitere Ereignisse aus der Radiogeschichte:

Am 6. Dezember 1923 begann U.S. Präsident Calvin Coolidge als erster Präsident der Vereinigten Staaten damit, eine Kurzansprache über das Radio zu verbreiten.

Quellen:

Samstag, 5. Dezember 2015

Radio-Geschichte. 5. Dezember

Der 5. Dezember in der Geschichte des Radios:

Ab dem 5. Dezember 1966 begann der "Bayerische Rundfunk" mit Stereo-Versuchssendungen. Der offizielle Start fand am 24. Dezember 1966 statt. Vorerst wurde nur das zweite Programm in Stereo ausgestrahlt.
Mit dem Begriff Stereophonie werden Techniken bezeichnet, die mit Hilfe von zwei oder mehr Schallquellen einen räumlichen Schalleindruck beim natürlichen Hören erzeugen.
Eine Stereoanlage war in den frühen 1960er Jahren ein Statussymbol.

Foto: WEBMASTER der deutschsprachigen Wikipedia [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

Weitere Ereignisse aus der Radiogeschichte:

Am 5. Dezember 1923 begann die australische Radiostation "2FC" mit einer ersten Testsendung. Sie wurde von der Firma "Farmer & Co." betrieben, daher die Buchstaben FC. Offizieller Sendestart war am 24. Januar 1924. Später übernahm ABC den Sender.



Am 5. Dezember 1955 wurde Disc-Jockey  Alan Freeds Kinofilm "Rock Rock Rock" in New Yorker Kinos vor ausgewähltem Publikum uraufgeführt. Der Schwarzweißfilm zeigt Auftritte vieler Rock'n Roll-Stars der ersten Stunde wie Chuck Berry, LaVern Baker, Teddy Randazzo, the Moonglows, the Flamingos, und the Teenagers mit Frankie Lymon als Leadsänger. Alan Freed spielte sich selbst.



Am 5. Dezember 1964 strahlte der Piratensender "Radio London" auf der Frequenz 1125 kHz (266 m) erste Testsendungen aus.

Nekrolog:

Am 5. Dezember 2003 wurden der Radio-Discjockey Jerry Monday und seine Frau Estie in ihrem Haus tot aufgefunden. Monday war Morgenmoderator beim Sender WLAF AM 1450, der ein durchgängiges Gospelformat ausstrahlt.

Quellen:

Freitag, 4. Dezember 2015

Radio-Geschichte. 4. Dezember

Der 4. Dezember in der Geschichte des Radios:

Virginia Payne, 1934
Ab dem 4. Dezember 1933 wechselte die US-amerikanische Seifenoper Ma Perkins zum NBC Red Network. Die erste Folge war am 14. August 1933 von WLW in Cincinnati ausgestrahlt worden.

Bis 1960 wurden 7065 Folgen gesendet. Die Serie wurde zum Wegbereiter späterer Seifenopern.  Virginia Payne verkörperte die Hauptrolle. Sie spielte Ma Perkins 37 Jahre lang, vom Anfang bis zum Ende der Serie. Sie war die erste "Radio Actress", eine "Radioschauspielerin", wie es sie in Deutschland nie gab. Zusätzlich zur Serie "Ma Perkins" übernahm Payne im Jahr 1939 die Rolle der Mrs. Carter in der Radio-Seifenoper "The Carters of Elm Street".

In der Seifenoper Ma Perkins geht es um eine Frau, Ma Perkins, die in einem kleinen Ort im Süden der USA  einen Tante-Emma-Laden betreibt. Wie für viele Heldinnen im Tagesprogramm hatten die Autoren ihr ein sauberes Image geschrieben: Weder trank Ma Perkins noch rauchte sie, nahm keine Drogen und hatte keine Affären mit Männern - ein Wunder, dass trotzdem unterhaltsame Geschichten entstehen konnten. Nach der Einstellung von Ma Perkins setzte Virginia Payne ihre Karriere am Theater fort. Sie starb 1977 an einer Krebserkrankung.

Bei Old Time Radio gibt es eine Folge zum Nachhören und eine CD mit weiteren Episoden.

Foto: NBC Radio-NBC Photo (as per release)-Maurice Seymour, Chicago--photographer. Uploaded by We hope at en.wikipedia [Public domain], via Wikimedia Commons.

Weitere Ereignisse aus der Radiogeschichte:

Am 4. Dezember 1923 sendete WEAF Radio die erste Folge der "Eveready Hour", einer großen Unterhaltungsshow.  Die Sendung gilt als das erste kommerziell-gesponserte „variety program“ in der Geschichte des Rundfunks. Sie wurde erst 1946 aus dem Programm genommen.

Zum Sendestart gibt es verschiedene Angaben in diversen Quellen. Auch der 12. Februar 1924 wird als Termin für die Erstsendung genannt. Aus heutiger Sicht ist die wahrscheinlichste Erklärung, dass am 4. Dezember eine Pilotsendung ausgestrahlt wurde und die Reihe dann ab Februar einen festen regelmäßigen Platz in den Sendeplänen erhielt.

Am 4. Dezember 1924 wurde in Anwesenheit des Reichspräsidenten Friedrich Ebert die erste große deutsche Funkausstellung in Berlin eröffnet. Für elf Tage zeigten 268 Firmen ihre Geräte, die von über 114 000 Besuchern bestaunt wurden.
Neben den zu dieser Zeit üblichen Detektor-Empfängern wurden bereits die ersten Röhrengeräte ausgestellt. Besonderes Aufsehen erregte ein Drei-Röhren-Doppel- Reflex-Empfänger mit einer in Stationsnamen und Wellenlängen geeichten Skala, die das Einstellen des Senders deutlich erleichtert. Zunächst aber folgten dem Einröhren-Audion-Empfänger für Kopfhörer-Wiedergabe Empfänger in Baukastenform. Wegen der schmalen Geldbeutel vieler Kunden stellten die Radiofirmen einzelne Empfängerstufen her, die der Radio-Fan nacheinander kaufen und zu immer leistungsstärkeren Empfängern zusammenbauen konnte.

Foto: Bundesarchiv, Bild 102-00877 / Georg Pahl / CC-BY-SA 3.0 [CC-BY-SA-3.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons


Am 4. Dezember 1954 berichtete das Billboard Magazin, dass  Carroll J. Walker, eine Richterin am New Yorker Supreme Court dem Disc-Jockey,  Alan Freed, die weitere Verwendung des  Spitznamens "Moon Dog" in seiner Radioshow untersagt hatte. Freed prägte den Begriff "Rock and Roll". Ende der fünfziger Jahre nahm seine Karriere durch den so genannten Payola-Skandal ein jähes Ende.

Geburtstage:

Am 4. Dezember 1950 wurde der holländische Radio- und Fernsehmoderator Jan Rietman geboren. Als  „Jumping Johnny“ gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Band Long Tall Ernie & the Shakers.

Quellen:

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Radio-Geschichte. 3. Dezember

Der 3. Dezember in der Geschichte des Radios:

Am 3. Dezember 1950 wurde Paul Harveys Radiosendung USA-weit ausgestrahlt. In seinen besten Zeiten übertrugen 1200 Radiostationen Paul Harveys Sendung "News and Comment". Er erreichte 24 Millionen Hörerinnen und Hörer. Die Sendung lief von 1951 bis zu Harveys Tod im Jahr 2009. Sensationell war auch sein Vertrag mit ABC im Jahr 2000: Der Sender zahlte dem 82jährigen 100 Millionen US-Dollar für einen Zehnjahresvertrag.




Foto:  Shealah Craighead

Weitere Ereignisse aus der Radiogeschichte:

Am 3. Dezember 1923 wurde zum ersten Mal eine öffentliche Sitzung des US-Kongresses im Radio übertragen.

Am 3. Dezember 1924 wurde im Süden Berlins mit der Errichtung des 280 m hohen Funkmastes für die Großfunkstelle Königswusterhausen begonnen. Dieser nicht selbsttragende Mast war Jahre lang das höchste Bauwerk Deutschlands.

Am 3. Dezember 1957 traten die Beschäftigten des Saarländischen Rundfunks in den Streik. Es war das erste Mal  in der deutschen Rundfunkgeschichte, dass Angehörige eines Sendebetriebes streikten. Nach dem Scheitern der Lohn- und Gehaltsverhandlungen herrschte im Saarland Funkstille bis zum 5. Dezember.


Ab dem 3. Dezember 1986 strahlten die ersten vier privaten Hörfunksender in Nordbayern ihre Programme endlich auch durch die Luft aus. Seit Februar 1986 konnten nur die rund 43.000 Kabelkunden der Bundespost in Nürnberg, Fürth und Stein (Landkreis Fürth) zwei Lokalsender empfangen, das waren die "Neue Welle Franken" (später Radio Charivari) und Radio Franken (Radio F).
Die Radio-Unternehmer und Mitarbeiter der Sender hatten mehr als zwei Jahre auf diesen Augenblick warten müssen.  Bereits im Sommer 1984 stellten die Betreiber der ersten Privatradios Techniker, Moderatoren und Redakteure ein, um für den Tag X gerüstet zu sein. Im ersten Jahr arbeitete man für das Kabelpilotprojekt in München und lieferte redaktionelle Inhalte zu.

Pünktlich um 10.00 Uhr nahmen am 3.12.86 der Präsident der Oberpostdirektion Nürnberg, Dr. Karl Mauser, der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, Rudolf Mühlfenzl, und der Nürnberger Oberbürgermeister, Dr. Andreas Urschlechter, als Vorsitzender des Verwaltungsrates der Mittelfränkischen Kabelgesellschaft, Region 7, vier UKW-Sender der Bundespost in Betrieb, über die die Programme der privaten Anbieter abgestrahlt werden. Die Studioleiterin der "Neuen Welle Franken" (Radio Charivari) sprach die ersten Worte, die auf allen vier Programmen zu hören waren.


Tatsächlich waren an diesem Tag und bis zum 1. Februar nur drei Sender zu hören. Weil das Studio von Radio N1 damals noch nicht fertig war, startete der Live-Sendebetrieb erst am 1. Februar 1987.

In den folgenden Jahren lieferten sich die Nürnberger Sender einen harten Kampf um den lokalen Werbemarkt, der sich für vier Sender als zu klein erwies. 1992 standen sie vor der Existenzfrage: Entweder müssten zwei Sender ihre Programme einstellen, oder alle vier Sender würden fortan zusammenarbeiten. Die Betreiber entschieden sich für letzteres und gründeten die Funkhaus Nürnberg Betriebs GmbH, in der die Programme seit dem 1. 1. 1995 zusammengeschlossen sind.

Die Nürnberger Lokalsender der ersten Stunde sind in Nürnberg und Umgebung auf folgenden UKW-Frequenzen zu empfangen:

Nekrolog:

Am 3. Dezember 2003 starb der kanadische Radiopionier Allan Waters im Alter von 84 Jahren. Waters gründete den Sender 1050/CHUM, einen der bekanntesten und beliebtesten Top-40-Sender.

Quellen:

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Radio-Geschichte. 2. Dezember

Der 2. Dezember in der Geschichte des Radios:

Walter Oland als Charlie Chan
Am 2. Dezember 1932 wurden die "Adventures of Charlie Chan" zum ersten Mal als Hörspielserie über das NBC Blue Radio Network ausgestrahlt.
Charlie Chan ist die vom amerikanischen Schriftsteller Earl Derr Biggers erfundene Figur eines chinesisch-hawaiischen Detektivs. In sechs Romanen, die zwischen 1925 und 1932 erschienen, ließ der Autor seinen damals neuartigen Krimihelden ermitteln. Ab 1926 wurde der asiatische Detektiv auch Held vieler Filme, die als Mischung aus Krimi und Komödie entstanden.
Im Radio waren Hörspiele mit Charlie Chan zwischen 1932 und 1948 in verschiedenen Serien auf den drei großen Radio-Netzwerken ( NBC Blue Network, Mutual, und ABC) zu hören. Zunächst verkörperte Walter Connolly Chan im Rahmen der Show Five Star Theater, die vom Mineralölkonzern Esso gesponsert wurde. Die Serials hielten sich damals noch eng an die Romane von Biggers an.

Weitere Ereignisse aus der Radiogeschichte:

Am 2. Dezember 1963 moderierte Jay Nelson seine erste Morgensendung bei CHUM-AM Toronto. Ein Aircheck von damals ist noch auf YouTube zu finden:



Am 2. Dezember 1971 unterzeichnete Don Imus einen Vertrag mit dem Radiosender WNBC, New York City.

Am 2. Dezember 1992 wurde der Mittelwellensender WQXR auf der Frequenz 1560 AM in New York City durch den Nachfolger WQEW-AM ersetzt.


Geburtstage:

Am 2. Dezember 1957 wurde der Trainer und Stratege für Radio und TV Projekte Alexander Zeitelhack geboren.  Mitte der 1980er Jahre war er 3 Jahre lang Geschäftsführer von Radio Charivari in Nürnberg. In dieser Zeit war er auch maßgeblich am Aufbau der lokalen Radiolandschaft in Bayern beteiligt.
1987 gründete er die Firma BCI Rundfunkberatung, mit der europaweit Medienprojekte aus der Taufe gehoben wurden.

Quellen:

Dienstag, 1. Dezember 2015

Radio-Geschichte. 1. Dezember

Der 1. Dezember in der Geschichte des Radios:

Am 1. Dezember 1924 begann Radio Lyon mit Testsendungen. Offiziell startete der Privatsender erst am 1. April 1925. An der rue de Marseille in Lyon waren Studio und Sender untergebracht. Im Laufe der Zeit kamen Studios in St. Etienne und Vichy dazu. Im Rahmen des populären Variété- und Konzertprogrammes wurden auch Nachrichtensendungen platziert.
Am 22. August 1944 zerstörten die Deutschen alle Sendeanlagen von Radio Lyon.

Weitere Ereignisse aus der Radiogeschichte:

Am 1. Dezember 1923 betrug die Zahl der bei der Deutschen Reichspost gemeldeten Rundfunkteilnehmer 467.

Am 1. Dezember 1925 gab ein festliches Konzert den Auftakt zur ersten Radiosendung in Ungarn. 1932 strahlte "Radio Budapest" bereits zwei Nationalprogramme aus.

Am 1. Dezember 1926 startete der Ingenieur Ferdinand Vitus in Paris sein Radio Vitus. Studio und Sender waren an der Rue Damrémont untergebracht.

Ab dem 1. Dezember 1956 strahlte der "Norddeutsche Rundfunk", Hamburg, von 20.15 bis 22.30 Uhr ein drittes Programm über UKW aus.

Ab dem 1. Dezember 1968 begann der Piratensender Radio Modern (259) von England aus zu senden.

Ab dem 1. Dezember 1969 wurde in Namibia, Südwestafrika, ein UKW-Rundfunkdienst in Betrieb genommen.

Ab dem 1. Dezember 1973 wurde die "National Broadcasting Commission Papua New Guinea" gegründet. 1980 kam eine zweite Sendekette dazu. Das kommerzielle UKW-Programm deckt das ganze Land ab.


Ab dem 1. Dezember 1997 wurde Howard Sterns Radio Show auch in Davenport Iowa über den  Sender KORB 93.5 FM verbreitet.

Quellen: