Dienstag, 6. Oktober 2015

Radio-Geschichte. 6. Oktober

Der 6. Oktober in der Geschichte des Radios:
 
Ab dem 6. Oktober 1946 übertrugen die beiden während des Krieges in Elmshorn errichteten 50-kW-Kurzwellensender das Programm des "British Forces Network". Ein halbes Jahr später wurde darüber bereits das Programm des NWDR verbreitet.

Am 6. Oktober 1949 wurde die japanisch-amerikanische Radiomoderatorin Iva Toguri D'Aquino (Deckname: Tokyo Rose) wegen Landesverrats zu zehn Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 US-Dollar verurteilt.  Sie war während des Pazifikkriegs im Zweiten Weltkrieg in Japan unter dem Pseudonym Orphan Ann bei Radio Tokyo (NHK) in der Sendung The Zero Hour als Musikmoderatorin engagiert. Diese Sendung gehörte zur japanischen Propaganda.

Foto:  Iva Toguri im Außenbereich von Radio Tokyo (Public Domain).

Am 6. Oktober 2004 verkündete Howard Stern, dass er seine Sendung ab Januar 2006 über das SIRIUS-Satellitenradio verbreiten werde.

Geburtstage:

Am 6. Oktober 1866 wurde der kanadische Erfinder und Radiopionier Reginald Fessenden geboren. Die Zahl seiner Patente wird nur noch von Thomas Alva Edison übertroffen, mit dem er zeitweise auch zusammengearbeitet hat.
Am 23. Dezember 1900 gelang Fessenden die erste drahtlose Sprachübertragung. Er gründete die National Electric Signaling Company (NESCO) mit dem Ziel, Morsetelegrafie zwischen Brant Rock im US-Staat Massachusetts und verschiedenen Orten in den USA durchzuführen.
Am 24. Dezember 1906 strahlte er die erste Radiosendung der Welt aus. Sie überbrückte einen Radius von 18 Kilometern. Einen Artikel dazu habe ich für WAS IST WAS geschrieben.

Quellen:

Montag, 5. Oktober 2015

70 Jahre SWR Studio Koblenz am 14. Oktober 2015

Wenn das SWR Studio Koblenz am 14. Oktober 2015 auf Sendung geht, dann kann es auf eine 70-jährige Geschichte zurückblicken. Mit den Worten "Achtung, Achtung, Radio Koblenz nimmt heute seine Sendungen auf!" begann 1945 die Ausstrahlung. Seitdem informiert das Studio die Menschen in der Region: aktuell, fundiert, hintergründig. Ein hölzerner Sendemast, der den Zweiten Weltkrieg überstanden hatte, machte es möglich. Heute beherbergt das Gebäude am Friedrich-Ebert-Ring 31 ein multimediales Studio.
SWR Studio: Erster Sender in der französischen Besatzungszone
SWR Landessenderdirektorin Rheinland-Pfalz Simone Schelberg: "Als erster Sender in der französischen Besatzungszone hatte Radio Koblenz eine außerordentliche Bedeutung. Für die Stadt, das Umland und die Menschen, für den gesamten SWR und die ARD ist das Studio weiterhin ein zuverlässiger Partner. Sie wissen, worauf sie sich freuen können: spannende Geschichten und das Wichtigste vom Tag in allen SWR Programmen produziert im Studio Koblenz."
Multimediale Berichterstattung
Renata Sappert, SWR Studioleiterin Koblenz: "Als ich zu Jahresbeginn 2015 die Leitung des Studios Koblenz übernommen habe, habe ich mich sehr gefreut, die Verantwortung für dieses besondere Haus zu bekommen, für jenes Studio also, das als 'Radio Koblenz' begonnen hat und damit als Urzelle des Südwestrundfunks in Rheinland-Pfalz gilt. Das Studio Koblenz ist mit seiner Tradition und Geschichte ein lebendiger Ausdruck für die Fähigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, sich immer wieder zu erneuern, um aktuell und relevant zu bleiben. Heute arbeitet das Studio multimedial, wir berichten im Radio, Fernsehen und auf unserer Online-Seite über alles, was die Menschen in der Region bewegt."
SWR Studio Koblenz heute
Etwa 20 Reporterinnen und Reporter arbeiten im Studio Koblenz sowie in den beiden Regionalbüros in Bad Neuenahr-Ahrweiler und Betzdorf. Die Korrespondenten berichten über alle relevanten und gesprächswertigen Themen aus dem Norden von Rheinland-Pfalz für Hörfunk, Fernsehen, Internet, mit einer regionalen aktuellen Mittagssendung auf SWR4 Rheinland-Pfalz, regionalen Hörfunknachrichten jeweils zur halben Stunde, mit Fernsehbeiträgen für die Fernsehnachrichtensendung "Landesschau aktuell" sowie für das "Landesschau"-Magazin. Auch online ist das Studio Koblenz aktiv: Unter swr.de/koblenz bildet das Studio alle wichtigen Nachrichten und Top-Themen der Region ab. Mit dem speziellen Online-Angebot "Das Ding vor Ort Koblenz" erreicht das Studio Koblenz auch die jungen Menschen mit regionalen Events, Trends und Musikveranstaltungen.
70 Jahre "Studio Koblenz" im SWR4 Mittagsmagazin
In der Woche des Jahrestages vom 12. bis 17. Oktober 2015 erinnert SWR4 Radio Koblenz täglich im Mittagsmagazin zwischen 12 und 13 Uhr an 70 Jahre Studio Koblenz:
Montag, 12. Oktober 2015: Historischer Rückblick über "Radio Koblenz"
Dienstag, 13. Oktober 2015: Zeitzeugen erinnern sich: Radiohören früher, wie war das?
Mittwoch, 14. Oktober 2015: Der 14.Oktober 1945 – ein ganz besonderer Tag
Donnerstag, 15. Oktober 2015: Die Frau der "zweiten" Stunde: Barbara Harnischfeger
Freitag, 16. Oktober 2015: Zur Bedeutung von Rundfunk und SWR
Samstag, 17. Oktober 2015: Glückwunsch-Collage von Promis aus der Region

Quelle: Pressemeldung des SWR.

Radio-Geschichte. 5. Oktober

Der 5. Oktober in der Geschichte des Radios:

Am 5. Oktober 1945 strahlte das Mutual Broadcasting System zum ersten Mal die Sendung  "Meet the Press" aus. Damals hieß die Sendung noch American Mercury Presents: Meet the Press. Sie sollte das Magazin "The American Mercury" promoten, das der Verleger Lawrence E. Spivak im Jahr 1939 gekauft hatte.
Bei der Planung der Radiosendung zog Spivak die Journalistin Martha Rountree hinzu. Sie hatte bereits im Radio gearbeitet und gehörte zu den Herausgeberinnen des Magazins. Sie entwickelte das neue Radioprogramm und nannte es "The American Mercury".
Am 6. November 1947 wechselte die Sendung zu NBC ins Fernsehen und heißt seitdem verkürzt "Meet the Press". Sie ist die älteste noch existierende Sendereihe im US-Fernsehen.

Weitere Ereignisse aus der Radiogeschichte:

Am 5. Oktober 1921 strahlte der Radiosender WJZ zum ersten Mal die "World Series", das Finale der US-amerikanischen Baseball-Profiligen über Radio aus.

Der Sportreporter Thomas H. Cowan gab das Spielgeschehen zeitversetzt an seine Hörer weiter. Die Ergebnisse hatte er vorher über eine Telefonverbindung vom Zeitungsjournalisten Sandy Hunt erhalten. Hunt schrieb damals für den Newark Sunday Call.


Am 5. Oktober 1925 begann die der Versicherungsgesellschaft National Life & Accident Insurance Company gehörende Radiostation WSM  WSM-AM in Nashville, Tennesee mit dem Sendebetrieb.
Die Geburtsstunde der Barn Dance Show, der Vorläuferin der Grand Ole Opry, schlug am 28. November des gleichen Jahres mit dem 77 Jahre alten Fiddler Uncle Jimmy Thompson als erstem Künstler. Von da an wurde die Show jeden Samstagabend gesendet und schnell zu einem großen Erfolg. 1927 wurde die Show in Grand Ole Opry umbenannt.
Die allwöchentlich aus Nashville, Tennessee übertragenen Country-Musik-Konzerte haben seit Jahrzehnten Kultstatus. In den Anfangsjahren wurde aus dem WSM-Studio gesendet, das sich in dem Versicherungsgebäude der National Life-Versicherung befand. Nach einigen Zwischenstationen fand man 1943 eine neue Heimstätte im 3000 Sitzplätze umfassenden Ryman Auditorium, einer ehemaligen Kirche, deren rustikale Innenausstattung ein stimmungsvolles Ambiente für die Konzerte darstellte.
Die Grand Ole Opry  ist die langlebigste Radioshow der US-Rundfunkgeschichte.

Geburtstage:

Am 5. Oktober 1920 wurde der deutsche Regisseur, Schauspieler und Rezitator Gert Westphal geboren. Seine hervorragend interpretierten Rezitationen und Literaturlesungen für den Hörfunk machten ihn nicht nur bei den Hörern, sondern auch bei den Autoren beliebt, deren Werke er vortrug. Zeitgenossen würdigten ihn als „Caruso der Vorleser“. Petra Kipphoff von der Zeit nannte ihn einst den „König der Vorleser“.
Er liebte die Klassiker der deutschen Literatur wie Johann Wolfgang Goethe, Theodor Fontane und Thomas Mann und nahm von ihnen  – bis auf wenige Ausnahmen – sämtliche Romane und Erzählungen – teilweise sogar mehrfach – auf oder nutzte diese Werke als Vorlagen der von ihm produzierten Hörspiele.
Dessen ungeachtet war er mit großem Erfolg auch an Produktionen sogenannter Trivialliteratur beteiligt und wirkte  z. B. in der Langzeitreihe Der Frauenarzt von Bischofsbrück des SDR von Alfred Marquart und Herbert Borlinghaus mit.
Bei Radio Bremen wurden seine Hörspiele Offene Rechnung und Gestern ist lange her aufgenommen. Sein Hörspiel Große Konjunktion im Zeichen der Fische wurde 1971 beim DRS und 1973 beim ORF (Radio Salzburg) aufgenommen. 2002 erlag Westphal einem Krebsleiden.

Nekrolog:

Am 5. Oktober 1977 starb der US-amerikanische Radiomoderator und Produzent Webley Edwards. Er war der erste Radiosprecher, der Japans Angriff auf Pearl Harbor übertrug und sprach den bekannten Aufruf ins Mikrophon: "Attention. This is no exercise. The Japanese are attacking Pearl Harbor!.... All Army, Navy and Marine personnel to report to duty". (Übersetzt: "Achtung, das ist keine Übung - Die Japaner greifen Pearl Harbor an! Alle Soldaten von Armee und Marine sind ab sofort im Dienst!")
Während des 2. Weltkrieges arbeitete Edwards als Korrespondent und Kriegsberichterstatter. Für CBS-Radio führte er das erste Interview mit dem Piloten Paul Tibbets, der die erste Atombombe auf Hirsohima abgeworfen hatte und er war einer der beiden Radioreporter, die dabei sein durften, als an Bord des Schlachtschiffes USS Missouri die Kapitulation Japans gefeiert wurde.

Nach dem Krieg arbeitete Edwards für die Sendung Hawaii Calls schrieb Songtexte und wurde ein einflussreicher Musikproduzent.

Quellen:

Sonntag, 4. Oktober 2015

Radio-Geschichte. 4. Oktober

Der 4. Oktober in der Geschichte des Radios:

Am 4. Oktober 1922 strahlte der Radiosender die WJZ komplette "World Series", das Finale der US-amerikanischen Baseball-Profiligen zum zweiten Mal über Radio aus. Bereits ein Jahr vorher, am 5. Oktober 1921, hatte es die ersten Radioberichte über WJZ gegeben. Damals hatte der Sportreporter Thomas H. Cowan das Spielgeschehen zeitversetzt an seine Hörer weiter gegeben. Die Ergebnisse hatte er vorher über eine Telefonverbindung vom Zeitungsjournalisten Sandy Hunt erhalten. Hunt schrieb damals für den Newark Sunday Call.

1922 arbeitete WJZ mit dem Sender WGY in Schenectady, New York zusammen. Dieses Mal wurden die Ergebnisse zum ersten Mal direkt und unmittelbar an die Hörer übermittelt. WGY war der erste Sender, der sich auf Liveübertragungen von außen in sein Sendestudio spezialisiert hatte und dies in den nächsten Jahren weiter ausbaute.

In den World Series treffen jährlich im Oktober die Sieger der National League und der American League aufeinander. Der Sieger der World Series ist nicht nur amerikanischer Baseball-Meister, sondern gilt aufgrund der herausragenden Stellung der MLB auch als weltbeste Mannschaft. Einst das wichtigste nationale Sportereignis der USA, steht die Serie heute hinter dem Super Bowl des American Football zurück.

Foto der Trophäe der World Series Baseball von User M@ on en.wikipedia (From en.wikipedia; description page is (was) here) [GFDL (www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

Am 4. Oktober 1953 nahm der Rundfunkdienst Zypern "Cyprus Broadcasting Service" (CBS) den Betrieb auf. Es war die erste offizielle Radiostation der Insel. Sie sendete mit einer Leistung von 10 kW auf 606 und 692 kHz.
Die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt der Republik Zypern wurden 1960 in
Cyprus Broadcasting Corporation umbenannt. Sie hat ihren Sitz in Nikosia.
Betrieben werden drei Fernseh- und vier Hörfunkprogramme, die als Livestream auch über das Internet verbreitet werden. Gesendet wird auf Griechisch, Türkisch und Englisch, wobei der griechische Anteil im Programm überwiegt.

Quellen:

Samstag, 3. Oktober 2015

Radio-Geschichte. 3. Oktober

Der 3. Oktober in der Geschichte des Radios:

Am 3. Oktober 1944 begann ein niederländischer Militärsender unter dem Namen "Herrijzend Nederland" aus der "Philips"-Zentrale in Eindhoven zu senden. Zwei Wochen vorher war der südliche Teil der Niederlande durch die alliierten Truppen befreit worden. Der 1-kW-Sender verbreitete zur Hauptsache Nachrichten.

Am 3. Oktober 1949 wurde das zweite polnische Radioprogramm eingeführt.

Am 3. Oktober 1949 ging in Atlanta, Georgia der Sender WERD auf Sendung. Es war der erste Sender eines afro-amerikanischen Eigentümers, der die Sendelizenz erhielt.

Am 3. Oktober 1954 strahlte die "Deutsche Welle" erstmals fremdsprachige Programme (englisch, französich und spanisch) aus.


Quellen:

Freitag, 2. Oktober 2015

Radio-Geschichte. 2. Oktober

Der 2. Oktober in der Geschichte des Radios:

Am 2. Oktober 1954 trat  Elvis Presley in der Grand Ole Opry auf. Dem jungen Sänger wurde der Legende zufolge nach diesem einzigen Auftritt empfohlen, besser wieder als Lastwagenfahrer zu arbeiten.
Die seit 1925 allwöchentlich aus Nashville, Tennessee übertragenen Country-Musik-Konzerte haben seit Jahrzehnten Kultstatus.  Es ist die langlebigste Radioshow der US-Rundfunkgeschichte.
Das Management der Grand Ole Opry pflegte eine konservative Grundhaltung. Elektrogitarren waren lange verpönt. Modeströmungen sollten aus der Show herausgehalten werden. Der Rock ’n’ Roll, der seine Ursprünge in der Country-Musik hatte, wurde ignoriert.



Am 2. Oktober 1959 strahlte NBC-Radio die letzte Folge der beliebten Comedy-Serie Fibber McGee and Molly aus. Seit dem 16. April 1935 hatte sie ein Millionenpublikum unterhalten. Als die Serie eingestellt wurde, hatte das Fernsehen dem Radio in dieser Form der Unterhaltung bereits den Rang abgelaufen.


Foto: Public Domain

Am 2. Oktober 1990 stellte Radio Berlin International (RBI) als erster Sender des DDR-Rundfunks seine Sendungen ein. Die Frequenzen und Sendeanlagen sowie einige der Mitarbeiter von RBI wurden von der Deutschen Welle übernommen.
Ziel dieses Auslandssenders der DDR war es, den Hörern in aller Welt „…den sozialistischen deutschen Staat näher zu bringen…“ und im Ausland lebende Deutsche über das Geschehen in der DDR zu informieren.

Rundfunkmuseum Fürth
Am 2. Oktober 1993 wurde in Fürth/Bayern das Rundfunkmuseum Fürth gegründet. In den Anfangsjahren war die Sammlung in einem Nebengebäude des Burgfarrnbacher Schlosses zu sehen. Seit Ende 2001 befindet sich das Museum auf dem Gelände der ehemaligen Hauptverwaltung (Direktionsgebäude) des Elektronikkonzerns Grundig in Fürth.
Hier wird die komplette Entwicklung des Rundfunks von seinen Anfängen bis heute dokumentiert. Viele historische Radioempfänger, aber auch Tonbandgeräte und Fernsehgeräte beleben die Ausstellung. Sonderausstellungen zeigen regelmäßig Spezialthemen.


Foto: Magnus Gertkemper [CC-BY-SA-2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)], via Wikimedia Commons

Fahndungsfoto 2006
Am 2. Oktober 2003 wurde bekannt gegeben, dass die Staatsanwaltschaft  Ermittlungen gegen den konservativen Talkshow-Moderator Rush Limbaugh eingeleitet hatte.
Er sollte sich bei mehreren Ärzten Verschreibungen für das Schmerzmittel Oxycodon erschlichen haben, was Limbaugh aber abstritt. Im April 2006 wurde das Verfahren unter der Bedingung eingestellt, dass Limbaugh die entstandenen Kosten der Ermittlungen von 30.000 US-Dollar bezahlt und sich von einem Arzt behandeln lässt. Vor der Enthüllung seiner eigenen Sucht hatte Limbaugh regelmäßig Drogenabhängige moralisch verdammt und hohe Gefängnisstrafen für Drogensüchtige gefordert.

Foto: Palm Beach County Sheriff's Office, www.pbso.org Public domain], via Wikimedia Commons

Geburtstage:

Bud Abbott
Am 2. Oktober 1895 wurde der US-amerikanische Komödiant und Schauspieler Bud Abbott geboren.
Zusammen mit Lou Costello bildete er mit Abbott und Costello eines der erfolgreichsten amerikanischen Komiker-Duos. 1942 wurden sie zu den beliebtesten Hollywood-Stars gewählt. Sie hatten eine eigene Radioshow (auf ABC von 1941–46 und auf NBC von 1946–49) und 1952–53 ihre eigene Fernsehshow (The Abbott and Costello Show, 1952).
Drei Sterne auf dem Hollywood Walk of Fame (in den Kategorien Film, Fernsehen und Radio) erinnern an Bud Abbott.



Foto: NBC, Sponsor: Colgate-Palmolive-Peet [Public domain], via Wikimedia Commons

Quellen:

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Radio-Geschichte. 1. Oktober

Der 1. Oktober in der Geschichte des Radios:

Am 1. Oktober 1922 sendete die Radioverkehrsgesellschaft RAVAG zum ersten Mal. Der offizielle Sendebetrieb begann in einem provisorischen Studio im Wiener Heeresministerium am Stubenring. 20.000 Österreicher hörten zu - damals noch über Kopfhörer, weil es noch keine Radioempfänger mit eingebautem Lautsprecher gab.

Am 1. Oktober 1947 begann in der Olympia-Halle in London die erste britische Nachkriegs-Funkausstellung. Sie dauerte bis zum 11. Oktober.

Am 1. Oktober 1948 schlug die Geburtsstunde des "Danish Shortwave Service". An diesem Tag nahm "Radio Denmark" in Herstedvester den neuen 50-kW-Kurzwellensender von "Standart Electrics" in Betrieb. Damals wurde mehrsprachig in Dänisch, Englisch und später auch in Spanisch gesendet. Heute gibt es den  Kurzwellendienst nur noch in der Landessprache.


Am 1. Oktober 1952 gab die Radiokommission der Alliierten Hohen Kommission dem "NWDR" die Erlaubnis, Versuchssendungen auf Langwelle auszustrahlen.

Am 1. Oktober 1979 nahm das RKO Radio Network den Betrieb auf. Das satellitengestützte System war das erste neue Radio-Netzwerk in den Vereinigten Staaten seit 40 Jahren.

Am 1. Oktober 1979 ging SDR3 als durchgängiges Popradio auf Sendung. Das Radio für den wilden Süden, war bis 1998 das Pop- und Jugendradio des Süddeutschen Rundfunks (SDR) in Stuttgart. Sein Nachfolger ist SWR3, das dritte Hörfunkprogramm des Südwestrundfunks.

Am 1. Oktober 1987 wurde Woody Allens Film "Radio Days" in Deutschland uraufgeführt.

Ab dem 1. Oktober 1991 begann der Sender WJFK-AM in Baltimore mit der Ausstrahlung der Howard Stern Radioshow.

Voice of Peace (Fair Use)
Am 1. Oktober 1993 sendete Voice of Peace zum letzten Mal. Der Piratensender strahlte sein Programm  in internationalen Gewässern des Mittelmeers von Bord eines Schiffes aus. Mit einem ausgewogenen Musikprogramm warb der Sender 20 Jahre lang für Frieden und Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern. Finanziell unterstützt wurde er unter anderem von John Lennon.

Am 1. Oktober 2003 musste der US-amerikanische Radiomoderator, Talkmaster und Reporter Rush Limbaugh seine Stelle als Sportkommentator beim Fernsehsender ESPN auf Grund rassistischer Äußerungen aufgeben.

Nekrolog:

Am 1. Oktober 2005 starb der frühere Unterhaltungschef von SR 1 Hermann Stümpert im Alter von 56 Jahren. Er galt als einer der Pioniere des Pop-Radios. Nach zwölf Jahren mit verschiedenen Tätigkeiten beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk, wechselte er 1986 zu den Privaten und baute mit Radio Schleswig Holstein (RSH) den ersten landesweiten Privatradiosender auf.
Er war Gesellschafter der Deutschen Radio Holding REGIOCAST, Gründungsprogrammchef zahlreicher Radiosender in Deutschland und arbeitete seit Mitte der 90er Jahre als Berater sowie als Gesellschafter neuer Stationen im In- und Ausland.
Hermann Stümpert galt als „Grandseigneur“ des Privatfunks in Deutschland. Kurz vor seinem Tod veröffentlichte er das Buch  „Ist das Radio noch zu retten?“. Dabei plädierte er für wieder mehr journalistische Inhalte und eine größere musikalische Vielfalt in den modernen Pop-Programmen.

Quellen: