Montag, 20. Juni 2016

Radio-Geschichte 20. Juni:

Der 20. Juni in der Geschichte des Radios:

Am 20. Juni 1925 meldete sich "Radio Peru" mit dem Rufzeichen "OAX" im Äther.

Am 20. Juni 1983 entschied der Schweizer Bundesrat über die Lokalrundfunk-Versuchsphase. Der Bundesrat bewilligte 36 Projekte für lokales Radio und sieben Lokalfernsehprojekte. Der auf  fünf Jahre angelegte Versuch sollte am 1. November 1983 in Kraft treten.
Gleichzeitig erteilte der Bundesrat der „SRG“ die Erlaubnis, ab 1. November 1983 ein drittes Programm des „Radios der deutschen und rätoromanischen Schweiz“ versuchsweise für drei Jahre zu produzieren und auszustrahlen.

Am 20. Juni 1984 nahm der Schweizer Lokalsender „Radio Chablais“ in Monthey den Betrieb 92,6 MHz auf. „Radio Chablais“ konzentrierte sich auf Informationen, Dialog und Unterhaltung. Zum Teil wurden die Sendungen von „Radio Suisse Romande“ übernommen.

Geburtstage:

Errol Flynn
1909: Errol Flynn, australisch-US-amerikanischer Filmschauspieler. Wegen seiner markanten Stimme wurde er gerne für Radio-Hörspiele und Hörspielserien engagiert. Meistens war er im "Lux Radio Theatre" zu hören. In Erinnerung blieben auch seine Sprechrollen in der Serie "Cavalcade of America".

Nekrolog:

1999: Clifton Fadiman, US-amerikanisches Multitalent. Er wirkte als SchriftstellerKritiker, Erzähler, AutorÜbersetzerJournalist, Bücherwurm, Radio- und Fernseh-Entertainer. Von 1930 bis 1948 moderierte er im Radio seine populärste Quiz Show, Information Please.


Quellen:


Sonntag, 19. Juni 2016

Radio-Geschichte 19. Juni:

Der 19. Juni in der Geschichte des Radios:

Am 19. Juni 1926 wurde mit Inbetriebnahme des Studios im Central-Bahnhof "Radio Basel" offiziell eröffnet. Das Eröffnungsprogramm wurde am folgenden Tag über den 0,24-kW-Telefoniesender des Flugplatzes Sternenfeld auf der Welle 1000 Meter ausgestrahlt. Die "Radiogenossenschaft Basel", gegründet von Wilhelm Meile und Physikprofessor Hans Zickendraht, produzierte von nun an ein tägliches Programm von nahezu zwei Stunden, das mit den 22-Uhr-Nachrichten der Schweizerischen Depeschenagentur beendet wurde. Der Sendebeginn variiert von 19.30 bis 20.15 Uhr, auf jeden Fall erst nach der Landung des letzten Flugzeuges. Noch im gleichen Jahr schlossen sich die Basler Pioniere der "Union Schweizerischer Radiostationen" und so den anderen Städtesendern an.




Am 19. Juni 1934 wurde die Federal Communications Commission FCC gegründet.
Sie regelt die Kommunikationswege Rundfunk, Satellit und Kabel - siehe Kalenderblatt vom 3. Februar.




Am 19. Juni 1946 bewiesen zwei Radio-Sportreporter, wie schräg Radio sein kann. In einer ursprünglich nicht zur Veröffentlichung frei gegebenen, fiktiven Comedy-Reportage kommentierten sie einen Furz-Wettbewerb. Die komplette Aufnahme gibt es hier zum Nachhören.

Geburtstage:

1946: Werner Reinke, deutscher Hörfunkmoderator. Nach ersten Erfahrungen bei Radio Bremen wechselte er 1971 zum Hessischen Rundfunk nach Frankfurt am Main, wo er heute noch moderiert. Reinke wurde der Deutsche Radiopreis 2012 in der Kategorie „Bester Moderator“ verliehen.

Nekrolog:

1966: Ed_Wynn, US-amerikanischer Film- und Theaterschauspieler sowie Komiker. 1922 trat Ed Wynn zum ersten Mal im Hörfunk auf und in den folgenden Jahren hatte er großen Erfolg als Radio-Komiker mit Programmen wie Perfect fool und Ed Wynn's grab bag. Mit dem Programm Ed Wynn, the Fire Chief avancierte er zum ersten Superstar der Radiogeschichte.

Hier kann eine der Originalfolgen nachgehört werden.

2009: Ken Roberts, US-amerikanischer Radio- und Fernsehmoderator. Er war eine der bekanntesten Stimmen im so genannten "Golden Age of Radio" in den USA.

Quellen:

Journal Frankfurt

Samstag, 18. Juni 2016

Radio-Geschichte 18. Juni:

Der 18. Juni in der Geschichte des Radios:

Am 18. Juni 1921 stellten die sowjetischen Machthaber in einigen Städten öffentliche Lautsprecher auf, über die täglich Rundfunknachrichten übertragen wurden.

Am 18. Juni 1925 wurde das Berliner Funk-Orchester  gegründet. Durch die Initiative des Opernsängers und Rundfunk-Mitarbeiters Cornelis Bronsgeest wurden die besten Musiker des früheren Orchesters der Deutschen Volksoper im Theater des Westens übernommen. Sie ermöglichten einen professionellen Start.

Am 18. Juni 1930 wurde nach dem Vorbild der britischen BBC in Belgien das „Nationaal Instituut voor Radio / Institut National Belge de la Radio-Diffusion (NIR / INR)" gegründet. In diesem öffentlich-rechtlichen Dienst wurden alle bisherigen privaten Rundfunkaktivitäten, mit Ausnahmen einiger lokaler privater Sender, zusammengeschlossen.

Am 18. Juni 1987 wurde in Washington ein Vertrag zwischen den USA und Israel unterzeichnet. der die Errichtung einer groß dimensionierten Relaisstation für die „Voice of America“, für „Radio Free Europe“ und „Radio Liberty“ auf israelischem Boden vor sah. Mit insgesamt sechzehn Kurzwellensendern von je 500 kW Leistung plante man eine der größten Radiostationen der Welt. Sie sollte die Signale der amerikanischen Sender besser nach Osteuropa, in den Süden Asiens und, vor allem, in den asiatischen Teil der Sowjetunion übermitteln. Der Zusammenbruch der Sowjetunion machte das Projekt bald überflüssig.

Quellen:

Programm des Festkonzerts 25 Jahre Berliner Rundfunk-Sinfonie-Orchester, S. 1 und S. 8

Freitag, 17. Juni 2016

Radio-Geschichte 17. Juni:

Der 17. Juni in der Geschichte des Radios:

Hans Bredow 1922
Am 17. Juni 1921 verwendete  der deutsche Hochfrequenztechniker und Rundfunkpionier Hans Bredow  zum ersten Mal die deutsche Bezeichnung "Rundfunk" für das bisher überall gebräuchliche Wort "Radio". Als Staatssekretär im Reichspostministerium war er für das Nachrichtenwesen zuständig und sprach auf der Hauptversammlung der "Deutschen Weltwirtschaftlichen Gesellschaft".

Am 17. Juni 1925 eröffnete die japanische Kolonialregierung in der Stadt Taipeh den 50-Watt-Sender "Radio Taiwan".

Am 17. Juni 1942 strahlte CBS die erste Folge der amerikanischen Hörspiel-Spannungsserie "Suspense" aus. Bis zur Einstellung im Jahr 1962 wurden über 900 Folgen produziert.
Wie in den 1940er-Jahren üblich, wurden die einzelnen Folgen von einem Erzähler eingeleitet, der sich „The Man in Black“ nannte.  Die Manuskripte stammten unter anderem von dem Kriminalautor John Dickson Carr (1906–1977), Regie führte überwiegend William Spier (1906–1973).
Die Rollen wurden damals von den bekanntesten Filmstars Hollywoods verkörpert. Unter vielen anderen wirkten James Stewart, Alfred Hitchcock, Alice Frost, Jack Webb, Rita Hayworth, Susan Hayward, Gary Grant, Alan Ladd, Charles Laughton, Loretta Young, Vincent Price, Eve Arden, William Conrad, Reginald Gardiner, Orson Welles und Olivia de Havilland in der Serie mit.

Hier gibt es eine Originalfolge zum Nachhören.
Weitere Folgen können hier gehört oder herunter geladen werden.

Am 17. Juni 1992 unterzeichnete Schweizer Radio International in Luxemburg einen Vertrag mit der Société Européenne des Satellites (SES) zur Nutzung eines Radiokanals auf dem Satelliten Astra. Auf Astra erreichte SRI ein Potential von rund 30 Millionen europäische Haushalten.

Nekrolog:

1986: Kate Smith, US-amerikanische Sängerin und Moderatorin - siehe Kalenderblatt vom 1. Mai.

Quellen:

Wikipedia

Donnerstag, 16. Juni 2016

Radio-Geschichte 16. Juni:

Der 16. Juni in der Geschichte des Radios:

Am 16. Juni 1925 begann die "Bataviase Radio-Vereeniging" als Sprachrohr der niederländischen Kolonialregierung aus einem Hotelzimmer in Batavia, Indonesien, zu senden.  Täglich wurde ein dreistündiges niederländisches Programm ausgestrahlt. Innerhalb weniger Jahre etablierten sich ein Dutzend weiterer privater Rundfunkunternehmen, die vor allem auf Java und Sumatra aktiv waren.


Am 16. Juni 1930 sendete WGN, ein lokaler Mittelwellensender in Chicago, die erste Folge der Comedy-Soap "Clara, Lu ’and’ Em". In den 1930er und 40er Jahren wurden die Folgen über NBC und später über CBS verbreitet  - siehe Kalenderblatt vom 27. Januar.


Am 16. Juni 1976 wurde in Brasilien die Empresa Brasileira de Radiodifusâo S/A“ – "Radiobras" gegründet. Die wichtigste Aufgabe der „Radiobras“ bestand darin, die schwach bevölkerten Landstriche mit Rundfunkprogrammen und Sendern zu versorgen.


Geburtstage:

1890: Bertha BrainardUS-amerikanische Radiopersönlichkeit, Programmchefin von NBC - siehe Kalenderblatt vom 24. Oktober

Nekrolog:

1971: John Reith, Gründer und Generaldirektor der BBC - siehe Kalenderblatt vom 18. Oktober.

Quellen:

Dienstag, 14. Juni 2016

Radio-Geschichte 15. Juni:

Der 15. Juni in der Geschichte des Radios:

Gedenktafel an der
Neuen Residenz in Salzburg
Am 15. Juni 1904 übermittelte der österreichische Ingenieur Otto Nussbaumer in Graz auf einer Wellenlänge von 18 Meter drahtlos eine musikalische Darbietung bei der die steirische Landeshymne erklang –, also eine erste Radiosendung.

Foto: Andreas Praefcke (GFDL oder CC BY 3.0, via Wikimedia Commons)

Am 15. Juni 1924 sendete "Radio Bloemendaal" im gleichnamigen Städtchen zwischen Ijmuiden und Zandvoort (Holland) die ersten religiösen Programme. Initiator J.H. Monnik hatte im Mai 1924 die Sendeerlaubnis erhalten. Abgesehen von einer kriegsbedingten Unterbrechung von 1943 bis 1948, war der Sender seitdem jeden Sonn- und Feiertag mit Predigten und kirchlicher Musik im Äther. Heutzutage ist der 50-Watt-Sender auf der Mittelwellenfrequenz 1116 kHz zu hören.

Am 15. Juni 1930 nahm die erste bulgarische Radiostation den Sendebetrieb auf.

Am 15. Juni 1930 führte das Reichspost-Zentralamt über den Sender Döberiz Fernsehversuchssendungen durch. Etwas später wurde auch ein Ton-Sender im UKW-Bereich eingeschaltet.

Am 15. Juni 1931 sendete das Reichspost-Zentralamt Berlin erstmals Tonfilmprogramme auf Kurzwelle.

Am 15. Juni 1934 strahlte der "Radio-Club Basel" erstmals die auf Stahlband aufgenommene Sendung vom "Studio Basel" für die Auslandsschweizer auf Kurzwelle (42,14 m) aus. Das Rufzeichen der Amateurstation lautete: "HB9B".

Am 15. Juni 1936 strahlte das "Lux Radio Theatre" das Stück "Burlesque" aus mit Al Jolson und Ruby Keeler in den Hauptrollen. Keeler war damals eine Steptänzerin, die später zum gefeierten Broadway Star aufstieg, während Al Jolson ein beliebter Sänger war. Die Sendung dieser Theateraufführung blieb nicht nur wegen der künstlerischen Leistung der beiden Schauspieler im Gespräch, sondern auch deshalb, weil die beiden damals auch im richtigen Leben eine Ehe  führten.

Hier kann das Stück angehört werden.

Am 15. Juni 1943 startete die zweite Staffel der Quizshow "Beat the Band". Mehr über die Show steht im Kalenderblatt vom 28. Januar.

Am 15. Juni 1946 strahlte "Radio Nederland" versuchsweise ein Konzert des "Radio Philharmonisch Orkest" unter der Leitung von Albert van Raalte in Stereo aus. Die Sender "Hilversum 1" (auf 301,5 m) und "Hilversum 2" (auf 415,5 m) übertrugen  parallel und zeitgleich. Für den Empfang des Stereo-Signals waren zwei Radio-Empfänger erforderlich. Die Stereoaufnahme wurde mit Hilfe eines Kunstkopf-Mikrofons erreicht.

Am 15. Juni 1977 begann der Piratensender „Radio-Aktiv freies Gösgen“ in der Region Gösgen mit der Ausstrahlung von Anti-Atomkraftwerk-Informationen. Nach sechs Sendungen wurde die Station am 23. Juni beschlagnahmt. Bei dieser Aktion kommt ein großes Aufgebot von Polizei und PTT-Beamten zum Einsatz. Die Techniker wurden festgenommen und der in einem Rucksack versteckte, mobile Sender wurde konfisziert.

Am 15. Juni 1981 startete NRJ in der französischen Hauptstadt Paris den Sendebetrieb. Die drei Buchstaben stehen für die Abkürzung des französischen Namens Nouvelle Radio Jeunesse, was übersetzt „Neues Jugendradio“ heißt. 
Die NRJ Group ist das größte private Radiounternehmen Europas

Geburtstage:

1949: Elmar Hörig, deutscher Radio- und Fernsehmoderator. Von 1980 bis 1999 war er Moderator bei SWF3 und dessen Nachfolgesender SWR3. Er arbeitete auch für RIAS 2, rs2, Radio Fritz, Rockland Radio, Radio Regenbogen, Radio Köln und seit 2013 bei Top20Radio.

Nekrolog:

2014: Casey Kasem, US-amerikanischer Hörfunkmoderator und Zeichentricksprecher. Erinnerungen an ihn sind im Radioblog zu finden.

Quellen:

Wikipedia

Radio-Geschichte 14. Juni:

Der 14. Juni in der Geschichte des Radios:

Am 14. Juni 1922 sendete die Radiostation WEAR in Baltimore zum ersten Mal in der Geschichte des Mediums die Ansprache eines US-Präsidenten. Präsident Warren G. Harding hielt eine Rede zu Ehren von Francis Scott Key, des Dichters der US-amerikanischen Nationalhymne.
Dennoch war es nicht Hardings erster Radioauftritt.  Der Präsident verstand die Möglichkeiten des neuen Mediums zu nutzen und war bereits in der nationalen Radiokonferenz des damaligen Handelsministers und späteren US-Präsidenten Herbert Hoover am 27. Februar 1922 zu hören - siehe dazu auch das Kalenderblatt vom 27. Februar.

Auf dem Gelände der Ostmesse
entstanden: Ostmarken Rundfunk AG
Am 14. Juni 1924 nahm die "Ostmarken-Rundfunk AG (ORAG)" ihren ersten Sender (Königsberg, 0,25 kW - 463 m) in Betrieb. Einen Tag später wurde die Programmeröffnung mit dem Ministerialdirektor des Reichspostministeriums, Hans Bredow, gefeiert. Als Studio diente in der Anfangsphase der große Chorprobesaal des Königlichen Opernhauses im Stadttheater.
Die ORAG war die erste Rundfunkanstalt in Preußen. Zu Anfang bestand das Programm lediglich aus zwei Nachrichtensendungen (um 10.00 und 14.00 Uhr), der Ausstrahlung des Zeitzeichens und den Börsennachrichten. Trotz Werbeausstrahlungen und Messeinformationen blieb der Sender defizitär.

Mehr über Hans  Bredow ist im Kalenderblatt vom 26. November nachzulesen.

Am 14. Juni 1934 wurden die im "Studio Basel" zusammengestellte Sendungen für die Auslandsschweizer erstmals über den  Landessender Beromünster ausgestrahlt. Wegen der relativ geringen Reichweite des Landessenders wurden die wöchentlichen Sendungen ab Dezember 1934 auch regelmäßig vom Kurzwellensender des "Radio-Club Basel" übertragen.

Am 14. Juni 1970 startete der holländische Piratensender "Capital Radio" mit Testsendungen.  An Bord der "M.V. King David" befand sich ein 10-kW-"RCA"-Sender und als Antenne diente ein Hula Hoop-Metallring mit 67 Fuß Durchmesser. Dieses System erweist sich auf rauer See als sehr reparaturanfällig. Am 1. September 1970 begannen die regelmäßigen Sendungen auf 1115 kHz.
 
Am 14. Juni 1993 gab die Deutsche Welle den Sendestandort Leipzig Wiedenau auf. Seit 1942 war von hier aus gesendet worden.

Am 14. Juni 1994 meldete sich aus Florida erstmals Radio Miami International (WRMI) über den eigenen Kurzwellensender. Die private Station mit dem Rufzeichen „WRMI“ war mit 50 kW auf 9955 kHz zu hören.

Quellen: